Lawine neu

Einen Tag nach einem Lawinenabgang an der Ostseite der Rotwand bei Bayrischzell sind weitere Details bekannt geworden. Demnach hat ein Skitourenfahrer sein Leben offenbar seinem Lawinenrucksack zu verdanken.

Wie es auf der Internetseite des Lawinenwarndienstes Bayern heißt, löste der Mann die Lawine gestern selber aus. Im Sturz gelang es ihm seinen Airbag-Rucksack auszulösen. Im Lawinenschnee wurde er über 200 Höhenmeter mitgerissen. Durch den Airbag blieb er an der Oberfläche liegen. Er konnte sich selbst befreien und einen Notruf absetzen. Die Bergwacht brachte ihn mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus Agatharied.

Die steigende Lawinengefahr bereitet auch den Lawinenwarndiensten Bayern und Tirol Sorgen. Auf den Bergen auf bayrischer Seite wurde heute die Warnstufe drei auf der fünfteiligen Skala erreicht. Das entspricht einer erheblichen Lawinengefahr. Auf der Tiroler Seite wurde mittlerweile die Warnstufe vier erreicht. Angesichts vieler Skiurlauber warnen die Lawinenwarndienste vor Touren im freien Gelände. Vor allem unerfahrene Wintersportler sollten während der nächsten Tage unbedingt auf den gesicherten Pisten bleiben.